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VIER FRAUEN - BLICK - 27.05.2000
Schwarz/Bärfuss: Lieber lebendig als perfekt

BERN - Das Berner Theatergespann, Regisseur Samuel Schwarz (28) und Autor Lukas Bärfuss (28), steigt mit viel Vorschusslorbeeren in das junge europäische Theater ein.

Sie haben eine Truppe mit dem Namen 400 ASA gegründet. Sie bevorzugen die schlichte Form für das Theater. Und sie arbeiten an ihren Stücken auch nach der Premiere weiter.

Die Form der «Vier Frauen» verändert sich von Aufführung zu Aufführung. So bleibt das Spiel immer immer frisch und spontan. Die lebendige Veränderung ist den beiden wichtiger als die statische Perfektion.

Das ist das einfache Rezept ihres Erfolges und schon in Wien, Bochum und Hamburg bekannt. Für nächstes Jahr bereiten sie ein Meienberg-Projekt für das Theater Basel vor.

Erfolg verführt, schneller Erfolg besonders. Bis jetzt bleiben Samuel Schwarz und Lukas Bärfuss ihren Berner Wurzeln treu. Samuel Schwarz hat hier mit Spontantheater und alternativen Weihnachtsmärchen den Weg zum Theater gefunden. Die «Vier Frauen» versteht er auch als Reverenz an seine erste Theatermuse Maria Tatjana Alexandrowna (57), vormals Punk, heute Malerin. Sie spielt auch die Rolle des verfolgten Mazedoniers in den «Vier Frauen».

Walo von Fellenberg

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