Von
Schiller.
Im Theater
am Neumarkt.

Regie/Konzept/Idee: Meret Hottinger
Spiel/Konzept/Idee: Barbara Maurer
Figuren: Anne-Rose Schwab
Bühne/Kostüme: Rudolf Jost
Dramaturgie: Anke Zimmermann
Musik: Michael Kleiser, Michael Sauter
Mit: Heiko Brunk, Christop Rath, René Schnoz
Fotografin: Marion Nitsch.
Datenblatt
mit Kurzbeschrieb
Neue Luzerner Zeitung: "Meret Hottinger beschränkt sich auf klare Grundzüge, zeigt vor allem das Gegenspiel und die Konfrontation der beiden Königinnen, die bei allem plakativen Überzeichnen psychologisch differenziert angelegt sind. Es ist ein Schnellkurs in Sachen Schiller und Königinnendrama. Was Platz findet, ist einleuchtend und oft vergnüglich. Trotzdem kommt das Stück zu seinem Recht vielleicht ist das die einzige Möglichkeit, heute mit Schillers Pathos umzugehen. Bei der Premiere jedenfalls gab es dafür viel Applaus."
Der Bund: "So ist Christoph Rath als Mortimer ein lieblich-sentimentaler Jüngling, der am Ende an einer grünen Sauce qualvoll stirbt, führt René Schnoz als Leicester den Zynismus lustvoll ad absurdum und muss zuletzt einer Maria Stuart den Kopf absägen, die von Barbara Terpoorten-Maurer mal als wütende Furie, mal als pathetische Heilige mit Augenaufschlag gespielt wird. Wie Heiko Brunk in der Hünenhaftigkeit eines rothaarigen Mannweibs mal als Schlampe, mal mit imperialer Ausstrahlung, mal tief beleidigt, mal in letzter Verzweiflung diese Königin und ihren Pyrrhusssieg über die Rivalin parodiert, das ist schönste, lustvollste Commedia dell'arte"
Blick: "Das Erstaunliche ist, dass am Ende alle elf nur Puppen sind, die Menschen spielen. Und das mit dem heiligen Ernst des Kindes, das zu sein glaubt, was es darstellt. Nicht selbstverständlich auf heutigen Bühnen. Genau dieses Spielfeuer erinnert an die Kinderzeit: Heute verkleiden wir uns und spielen Theater. Alles dreht sich um Elisabeth, ein raumgreifendes, stocksteifes Goldbrokatgebäude. Erstaunlich beweglich im Macht- und Intrigenspiel. Ihr Schwanken bin ich Weib, bin ich Mann zelebriert Heiko Brunk zum grössten Spass des Publikums."
Bündner Tagblatt: "Überhaupt entpuppt sich Heiko Brunk als Highlight des Abends. Ein Genuss zu sehen, wie sich seine Elisabeth mit allen Mitteln der Macht, der Heuchelei und Intrige, aber gleichwohl vergeblich bemüht, den königlichen Schein von Glanz und Gloria aufrechtzuerhalten. Brunk verdankt die Inszenierung ihre komischen Momente, er befreit das Stück von seinem bitteren Ernst und bündelt doch das ganze psychische Spektrum der zerrissenen Elisabeth: Ihren blanken Hass auf ihre Gegnerin, ihre Skrupellosigkeit bringt er ebenso auf die Bühne wie ihren Neid, ihre Manipulierbarkeit, Liebessehnsucht und schliesslich ihre Einsamkeit."
Tagesanzeiger: "Im Neumarkt ist weniger Schillers Geist präsent als seine dramaturgische Pranke. Die hat nichts von ihrer Kraft verloren und setzt sich gegen einfältigste Regieeinfälle durch. Und seine Sprachkraft nimmt es mit jedem Furz aus dem Verstärker auf. Dem Preinierenpublikum schien das genug. Es klatschte viel und lang."
-> Mehr: www.theateramneumarkt.ch
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