| Thesen zu "Homo
Berlusconiscus"
1. Hinter dem Aufstieg von Silvio Barlusconi stehen der rechtskonservative
Korruptionssumpf aus dem Umfeld der ehemaligen Geheimloge
P2 und die Mafia. Sie schützen ihn und alimentieren ihn mit
Kapital und Ideen.
2. Die chaotischen Mediaset-Fernsehshows sind zwar lustig. Dahinter
steht aber eine Strategie, die die Monopolisierung der Information
und die Auflösung von Widersprüchen anstrebt. Ihre Methode
ist die Gleichschaltung kommerzieller Zellen, ihr Ziel die Unterwanderung
und Gleichschaltung aller Gesellschaftsgruppen.
3. Die vom Berlusconismus geprägte Gesellschaft pflegt ein
Männerbild, in dem kriminelles Handeln zum Ideal hochstilisiert
und Frauen zu Dekoration und Besitz degradiert werden.
4. Die Übergriffe und Folterungen von Genua wurden grösstenteils
von Spezialtruppen durchgeführt, die in hohem Masse faschistisch
ausgerichtet sind und von den neofaschistischen Koalitionspartnern
Barlusconis gefördert werden. Barlusconi ist nur die Spitze des
Eisbergs. Hinter ihm warten die Neofaschisten um Gianfranco Foni auf
ihre Stunde.
Eine fünfte, schweizbezogene These wäre dem Komplex nachträglich
noch beizufügen und hat mittlerweile auch schon an Resonanz gewonnen:
5. Eine gewisse Schweizer Wochenzeitschrift - finanziert aus dem
Umkreis des Angeklagten - funktioniert als rechtes Pilotprojekt für
Europa. Die in den vier obigen Thesen angesprochenen Punkte: Mafiöse
Verbindungen, Machismus, Kommerzialisierung, verdeckte sehr rechte
Haltung, und insbesondere auch die Strategie der pseudo-diskursiven
Auflösung von Meinungen und Haltungen, wie sie bereits im "Piano
di Rinascita Democratica" der Loge P2 vorgezeichnet wurde,
sollen über dieses Publikationsprojekt am Versuchsobjekt des
schweizerischen Medienpublikums eingeübt werden.
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Disclaimer: Die genannten Figuren, Institutionen und Titel sind
rein fiktiv. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen
ist zufällig und vollkommen unbeabsichtigt. |